Socrates, Mutter Teresa und die Selbstliebe

 

 

Wir verbringen jede Sekunde unseres Lebens mit uns selbst, von Anfang bis Ende. 

Lohnt es sich da nicht uns selbst zu mögen und nett zu uns zu sein? 

 

Quelle Unbekannt 

 

 

 Erst kürzlich war Valentinstag. Millionen von Menschen haben bewiesen, dass sie wissen wie Liebe aussehen sollte.  

 

Wie viele von uns, haben die Selbstliebe an diesem Tag gefeiert?  

 

SELBSTLIEBE? Ich meine nicht die egozentrische Liebe zur eigenen Person bzw. Eigenliebe 

wie es im Duden erklärt wird.

 

Nein. Die Erklärung von Wikipedia scheint mir passender: Selbstliebe, bezeichnet die allumfassende Annahme seiner selbst in Form einer uneingeschränkten Liebe zu sich selbst. 

 

 Unsere Liebe nach Aussen zu richten, scheint uns viel leichter zu fallen, als unsere Eigenliebe zu zeigen. Falls jemand es tut, heisst es, er sei ein Ego. Und nochmals, ich meine nicht die Liebe für sein Aussehen. Wir alle wissen das Make-up eine Superpower ist wie Lancomes neuste Kampagne uns klar machen möchte.

 

Selbstliebe geht jedoch tiefer.

Die Fähigkeit dir tief in die Augen schauen zu können, und ganz bewusst, ich liebe mich so wie ich bin, zu sagen. 

 

Versteht mich nicht falsch, ich bin eine Frau und ich könnte von Komplimenten leben. Aber wenn unser Selbstbewusst sein, nur darauf aufgebaut wurde, könnten wir in Schwierigkeiten geraten wenn diese Komplimente wegfallen.

 

Wir bewundern andere und ignorieren die Tatsache, dass wir alle aus der gleichen Materie gemacht sind. Ich glaube der Grund weshalb wir andere bewundern ist, weil sie ihre Kräfte und Talente gefunden haben, und diese offen ausleben. Alle die es geschafft haben, in irgend einer Art zu brillieren, erzählen die gleiche Story. Ich habe stets an mich geglaubt. Sie liessen sich nicht durch andere entmutigen.

 

 

Wenn wir uns nicht bewusst sind, dass wir uns selbst lieben sollten, bevor wir Liebe schenken können, glauben wir die Lösung zur Erfüllung muss von Aussen kommen. Wir geben uns selbst auf, um andere glücklich zu machen.

 

Mit Kindern und Arbeit bleibt uns Müttern kaum Zeit, uns zu fragen, habe ich mich heute genügend geliebt? Mir was Gutes getan? Wir kümmern uns aufopferungsvoll um unsere Kleinen und um unseren Job. Wollen beweisen,  ich bin die moderne Superfrau die Familie und Arbeit unter einen Hut bringt. Wenn wir Mütter aber ehrlich sind, ist das alles gar nicht so einfach. Zunächst glauben wir, es sei einfacher unsere Bedürfnisse zu vernachlässigen. Merkt ja niemand denken wir. Erwartet auch niemand von uns.               

                

Wie lange und was kann passieren, wenn wir unsere Stimme oder Gefühle ignorieren?         

Ich glaube unsere Gesellschaft spiegelt uns was passiert, wenn wir nicht genügend zu uns schauen. Burnouts sind so ziemlich in Trend.

 

Socrates mahnte schon damals: Hüten sie sich vor der Leere eines stressigen Lebens.

 

Jetzt bin ich sicher, dass sich jemand fragt, was war mit Mutter Teresa, sie hat sich doch aufopferungsvoll um andere gekümmert?!

 

Ja richtig, aber sie hat ihre ganze Kraft, Liebe und Wesen in ihre Lebensaufgabe gesteckt. Ihr Glaube hat sie darin bestärkt, dass Liebe und Selbstaufgabe zusammengehören. Sie hat Kraft daraus geschöpft, Gott zu dienen.

 

Mit allem Respekt ich bewundere ihr Lebenswerk. Aber wie viele von uns streben eine Karriere als Nonne an? Unsere Generation von Frauen, haben heut zu Tage ganz andere Möglichkeiten. 

Meine Erkenntnis ist, dass etwas mehr Selbstliebe im Alltag mir viel Stress ersparen kann. Zieht euch zurück, meditiert wenn es euch gut tut. Lasst euch im Spa verwöhnen. Holt euch noch so viele kleine Glücksmomente für euch raus, wie ihr nur könnt und schöpft im Alltag daraus.

 

Take Care

Euer Nurture Delight Team

 

Du selbst zu sein, in einer Welt die dich ständig anders haben will, ist die grösste Errungenschaft.

Ralph Waldo Emerson